Vollautomatische Recyclinglinie für PV-Module

Zero-Touch Logistik. Definierte Materialfraktionen. Minimaler Personalaufwand.

  • 1 Bediener/Schicht durch Robotik & automatische Erkennung
  • Hohe Reinheiten durch saubere Trennung und Nachreinigung der Metallfraktion
  • 75–90 Module/h für skalierbare PV-Integration


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PV-Module recyceln heißt: 

Verbund trennen – nicht nur zerkleinern.  

PV-Module sind Verbundprodukte aus Glas, Metall, Kunststoffen und Zellmaterial. Ohne saubere Vortrennung entstehen Mischfraktionen, Nacharbeit und unnötige OPEX. Ziel ist ein Prozess, der Handling reduziert, Fraktionen definiert und damit PV als Stoffstrom wirtschaftlich in bestehende Recyclingstrukturen integrierbar macht

Masse vs. Wert im PV-Modul: Warum saubere Fraktionen zählen 

Glas macht den größten Massenanteil aus – der wirtschaftliche Wert steckt aber in kleineren Materialanteilen. Genau deshalb ist Vortrennung statt Zerkleinern der Schlüssel für hohe Reinheiten und bessere Erlöse.

„Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Schichten (1–7) im Modulaufbau links.“

Unsere Lösung: Vollautomatische Recyclinglinie für PV-Module

Hier sieht man, wie 2nd Cycle PV-Module Schritt für Schritt in definierte Wertstofffraktionen auftrennt – per Hover/Klick auf die Stationen.

Interaktives Layout der 2nd Cycle PV-Recyclinglinie
Tipp: Hover (Desktop) oder Klick/Tap (Mobile) auf die Punkte.
PV-Recyclinglinie – von Verbund zu Wertstofffraktionen

Diese interaktive Übersicht zeigt, wie 2nd Cycle PV-Module entlang der Materialgrenzen trennt – statt sie nur zu zerkleinern.

Das Ziel: Zero-Touch Handling, definierte Fraktionen und niedrige OPEX, damit PV als Stoffstrom wirtschaftlich in bestehende Recyclingprozesse integrierbar wird.

  • Prozessschritte: von Logistik (SolarBox) über Identifikation und Vortrennung bis zu Delamination-Pfaden
  • Output: Kabel/Anschlussdose, Aluminium, Verbund oder Laminat, hochreines PV-Glas
  • Skalierung: ausgelegt für hohen Durchsatz bei minimalem Personalaufwand

Hover/Klick auf die Punkte, um Details zu jeder Station zu sehen.

1) SolarBox – Logistiklösung (Zero-Touch)

Standardisierte Logistik ohne Einzelhandling – reduziert OPEX und macht Durchsatz planbar.

  • Weniger Personalaufwand und weniger Bruch durch Umsetzen
  • Automatisierte Übergabe in den Prozess
2) Modulvermessung

Automatische Format- und Lageerkennung – Mischchargen ohne Rüsten.

  • Stabile Greif- und Förderlogik
  • Weniger Stillstand, weniger Fehlgriffe
3) Typenschilderkennung

Identifikation (sofern vorhanden) als Basis für Prozesslogik und Dokumentation.

  • Reduziert manuelle Sortierung
  • Erhöht Rückverfolgbarkeit
4) Anschlussdosenentfernung

Frühe Separierung von Kabel und Dose – schützt Reinheit der nachgelagerten Fraktionen.

  • Kupferreicher Recyclingpfad
  • Weniger Störstoffe in Glas und Aluminium
5) Entrahmungsanlage

Reproduzierbare Abtrennung des Rahmens – Basis für hochwertigen Aluminiumstrom.

  • Entscheidend: Glasreste aus Profilnuten minimieren
  • Definierter Metallstrom statt Mischmaterial
6) Delamination – intakte Module

Fokus auf maximale Glasqualität plus definierte Verbundfraktion.

  • Glas als hochwertiger Massenstrom
  • Laminat und Zellverbund separat
7) Delamination – gebrochene Module

Robuste Verarbeitung bei Scherben – trotzdem definierte Stoffströme.

  • Stabiler Betrieb auch bei gebrochenem Input
  • Minimiert Mischmaterial und Nacharbeit
8) Fraktion: Kabel und Anschlussdose

Kupferreicher Strom – bereit für klassisches Kabelrecycling.

  • Früh separiert für hohe Reinheit
  • Kompatibel mit etablierten Pfaden
9) Fraktion: Aluminium (glasarm)

Ausgelegt auf sehr geringe Glasverunreinigung – für hohe Handelsqualität.

  • Ziel: weniger als 1 Prozent Glasverunreinigung (projekt- und inputabhängig)
  • Bessere Vermarktung, weniger Abschläge
10) Verbundfraktion (Laminat)

Definierter Laminatstrom für nachgelagerte Verbundauftrennung oder Spezialverwertung.

  • Encapsulant (EVA oder POE) plus Zellen plus Backsheet
  • Optional: Vertiefung mit 2nd Cycle Aggregaten
11) Hochreines PV-Glas

Glas als spezifizierter Output-Strom mit minimierten Restanhaftungen.

  • Größter Massenstrom als Wirtschaftlichkeitshebel
  • Saubere Trennung verbessert Verwertbarkeit und Erlös

Die Vorteile auf einem Blick

Hoher Durchsatz – skalierbar im Betrieb

Ausgelegt auf  75–90 Module/h (abhängig von Typ & Zustand ca.2t/h) – ideal als Add-On für bestehende Recycler.

  Zero-Touch / 1 Bediener pro Schicht

Robotik + automatische Erkennung reduzieren manuelle Eingriffe auf Überwachung und Containerwechsel.

Hohe Reinheiten – weniger Nacharbeit

Definierte Stoffströme statt Mischmaterial: Aluminium, Glas, Kabel/Anschlussdose, Laminat. 

und das spiegelt sich in der Wirtschaftlichkeit wieder

Wenn Automatisierung wirkt, sieht man es in den Stückkosten – und in der Marge.  

Hoher Durchsatz, Zero-Touch Betrieb und definierte Materialfraktionen zahlen direkt auf die Wirtschaftlichkeit ein: sinkende OPEX pro Modul (fix + variabel) bei steigender Auslastung – und eine steigende Margin pro Modul aus Sekundärrohstoffen.   

Margin pro PV-Modul = Erlöse aus Sekundärrohstoffen − OPEX pro Modul (fix + variabel)

Annahmegebühr ist hier nicht enthalten und kommt zusätzlich on top zur Margin.

  Je höher die Auslastung, desto stärker greift der Fixkostenhebel: Fixe Betriebskosten verteilen sich auf mehr Module, dadurch sinken die OPEX pro Modul spürbar. Gleichzeitig reduziert Prozessstabilität Nacharbeit und verbessert die Qualität der Materialfraktionen – das unterstützt die Erlösseite. Das Ergebnis: eine Margin, die mit Auslastung wächst.

  • Fixkostenhebel: mehr Output → niedrigere OPEX pro Modul (fixe Kosten skalieren)
  • Zero-Touch Betrieb: stabiler Personaleinsatz, weniger Eingriffe, weniger Stillstände
  • Reine Fraktionen: weniger Nacharbeit → bessere Verwertungsoptionen 

Skalierungseffekt über die Auslastung :                       ​  ​

Illustration zur Veranschaulichung der Skalierung über 20–100% Auslastung.

Illustration zur Veranschaulichung der Skalierung über 20–100% Auslastung. (Beispiel)

100% = 2-schichtig ≈ 270.000 Module/Jahr bzw. ≈ 5.300 t/Jahr  

Abhängig von Inputmix/BOM, Energie- & Personalkosten, Schichtmodell, Anlagenverfügbarkeit sowie Erlös-/Offtake-Struktur. Projektspezifische Annahmen im Rahmen einer Anfrage.

 

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Alle Prozessschritte im Detail

SolarBox & Logistiksystem – Sicher verpackt, intelligent transportiert

Sicherer Transport ist die Grundlage für jede Qualitätskontrolle, Reuse und hochwertiges Recycling:

Unsere eigens entwickelte Mehrweg-Transportbox schützt PV-Module beim Weg zur Anlage – kompatibel mit Roboterhandling, stapelbar und wiederverwendbar. Die erste Box speziell für den 2nd Life-Einsatz.

Mehr Information zur SolarBox

 

Modulvermessung – Länge, Breite, Position 

PV-Modultypen gibt es fast wie Sand am Meer – wir erfassen automatisch alle relevanten Merkmale:

Mithilfe moderner 2D-Bilderkennung und Robotik vermessen wir präzise die Außenabmessungen, das Zelllayout, die Position der Anschlussdose sowie des Typenschilds – und vieles mehr. Das sorgt für einen reibungslosen Anlagenbetrieb.

Typenschild-Erkennung – Automatisch identifiziert  

Wo kommt das Modul her? Welche Materialien sind verbaut? Wieviel Silber enthält es?

Unsere KI liest Typenschilder automatisch aus – auch wenn sie verblichen, verschmutzt oder unvollständig sind. Das spart Zeit und liefert entscheidende Parameter für die Prozesssteuerung beim Recycling.

Anschlussdosenentfernung

Die Anschlussdose ist eine zentrale Fehler- und Störquelle im Recyclingprozess – deshalb wird sie bei uns automatisiert und kontrolliert entfernt.

Ein präziser, materialschonender Prozess trennt Dose und Verkabelung sauber vom Modul, minimiert manuelle Arbeit und schafft definierte Materialströme für die nachfolgenden Schritte – effizient, reproduzierbar, sicher.


Entrahmungsanlage  


Der Aluminiumrahmen beeinflusst Handling, Prozessstabilität und die Reinheit der Fraktionen – deshalb wird er bei uns automatisiert und kontrolliert entfernt.

Ein materialschonender Trennprozess löst den Rahmen zuverlässig auch bei unterschiedlichen Modultypen, reduziert manuelle Arbeit und schafft die Grundlage für saubere Stoffströme im weiteren Recycling – effizient, reproduzierbar, sicher.

Mehr Information zur Entrahmungsanlage

Delamination - gebrochener PV-Module 

Bei gebrochenen PV-Modulen liegt der Fokus auf prozesssicherer Auftrennung trotz Glasbruch. Die Prozessführung ist darauf ausgelegt, Glas zuverlässig auszutragen und den verbleibenden Verbundstoffstrom stabil zu separieren – auch bei heterogenem Inputmix.

Als Output entstehen definierte Fraktionen: Glas als Scherben sowie ein separater Verbundstoffstrom (glasarm bis weitgehend glasfrei, je nach Input und Auslegung). Optional kann eine zusätzliche Sortierung/Feinaufbereitung vorgesehen werden, wenn höhere Reinheitsanforderungen gefordert sind.


Delamination intakter PV-Module  

Bei intakten PV-Modulen ist das Ziel, die Schichten so zu trennen, dass Glasqualität und Ausbeute möglichst hoch bleiben. Der Prozess wird so geführt, dass die Trennung kontrolliert und reproduzierbar erfolgt – ohne unnötige Beschädigung der Glasfraktion.

Das Ergebnis sind klar definierte Stoffströme: eine hochwertige Glasfraktion (projekt- und inputabhängig als ganze Scheibe oder definierte Scherben) sowie ein separater Verbundstoffstrom aus Einkapselung/Zellverbund und Rückseitenmaterial für nachgelagerte Verwertung.